Türen

Update: Mein Papa lebt und es geht ihm besser. Ich habe jede Nacht mit ihm stundenlang meditiert und bin mit ihm gemeinsam durch all den Mist. Da es ihm nur im Sitzen nicht übel war, hat das uns sehr geholfen. Und er war bereit, die Tür aufzumachen. Wahrscheinlich funktioniert es nur so. Mitunter brauchen wir den Schmerz und das Leid, um endlich eine innere Tür aufzumachen. Ich glaube nicht daran, dass wir gespalten sind, dass einer besser oder schlechter oder erwachter ist, ich glaube nur, dass manche sich entschieden haben, mehr Türen aufzumachen oder ganz ohne Türen und Wände zu leben. In meiner ersten Lehrtherapie hat die Psychoanalyitkerin gefragt, warum ich im katathymen Bilderleben mein Haus ohne Griffe an Fenster und Türen malen würde, sie fand dieses ungesund. Vielleicht ist das aber das Gesunde? Und wir leben in einer schrägen, harschen, vergifteten und genmanipulierten Welt? Als die anderen Familienmitglieder dann Sorge hatten und Krankenhaus vorschlugen, haben wir das Unmögliche geschafft: Er durfte in das von uns gewählte Krankenhaus, meine Mutter durfte mit, er war nicht allein, alles entgegen der "derzeitigen Anordnungen". Alles durch Offenheit, Authentizität, meine Wünsche und Gefühle zu benennen und Kommunikation. Und die vielen Neins nicht zu vergessen. ER ist wieder Zuhause, ihm geht es besser, im Krankenhaus haben sie nur festgestellt, dass er zum Zeitpunkt der Einweisung schon durch den "Infekt" war. Ich weiß nicht, was noch kommen wird. Und wenn ich ehrlich bin, ist das der einzige spirituelle Satz, der Sinn macht: "Wir wissen rein gar nichts". Ich glaube an den Moment und die Präsenz und Weißheit in jedem Moment, die immer neu ist. Ich glaube nicht an Orakel, denn ich bin sicher, dass die Storyline des Lebens jeden Moment neu geschrieben wird, alles ist möglich. mit offenen Türen, mit dem Punkt, wo jemand beginnt zu fragen und wissen zu wollen. Mit der Entscheidung. Der Wahl. - Eine Freundin sagte: "Du bist ja generell gegen Impfungen..", das ist nicht wahr. Ich habe medizinische Ausbildungen und komme aus einer Arztfamilie. Aber als mir in der therapeutischen Arbeit immer wieder Kinder mit Behinderungen und Impfschäden begegneten, begann ich zu fragen, welche und wieviele sinnvoll sind. Als mein Sohn dann eine schwere Reaktion nach der Polioimpfung hatte und uns nur die Homöopathie und viel Ruhe rettete, war ich noch vorsichtiger. Bei dieser Umstrittenen bin ich sicher, dass vieles nicht stimmt. Aber ich bin immer offen, mich zu irren. Und ich bin überzeugt, dass wir nur mit offenen Türen die Wahrheit finden. Denn die Wahrheit liegt in uns und niemals außerhalb. Und keiner ist perfekt, jeder ist menschlich, jeder lernt und beim Lernen darf man hinfallen, wie beim Laufen lernen. Wir können einander nur halten, präsent sein, wirklich und echt zuhören und hinsehen. Offenen Herzens. Ohne Weisheiten, Ratschläge oder Besserwissen. Mental die Hand halten.


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Zu Recht stehen in den Kommentaren Zweifel und Fragen. Meine Stute kam vor etwa 8 Jahren zu mir, quasi aus Versehen und hat während dieser ganzen Zeit mich massiv in meiner Entwicklung unterstützt. Sc