Können wir von innen heraus leben? Part 1

Der simpelste (und damit ontogenetisch früheste ) Abwehrmechanismus ist wohl die Projektive Introjektion: Das heißt man legt die unerwünschten, unerlaubten oder beängstigenden eigenen Gefühle in einen anderen Menschen, der dieses dann für uns fühlt und hoffentlich verdaut. Was durchaus positiv und nutzbringend als Säugling oder Kleinkind ist, birgt im Erwachsenenalter die Gefahr des stetigen Abwehrens eigener Gefühle oder Gefühlsketten mit der Projektion auf andere Menschen, Themen , Völkergruppen, Meinungsträger etc.. Das ist noch über die Projektion hinaus. Es ist tatsächlich möglich, seine schlechten Gefühle in einen anderen hinein zu legen und dieser fühlt dieses dann sozusagen vertretend. Ziel in der Evolution war sicher, mit den eigenen Gefühle fertig zu werden und bei Überforderung diesen Weg (unbewusst) zu wählen. Eine reifere Persönlichkeit könnte es für einen selber verdauen.

Ich schreibe hier als Privatperson. Meine Ausbildungen kann ich aber sicher nicht leugnen. Ich komme aus dem medizinischen Bereich, mein Großvater war Arzt. Mein anderer Großvater Künstler und zwar einer der großen, der immer sagte er sei keiner.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kampf nur durch Zuhören und Gespräche vermeiden kann, Konflikte nur über Respekt, Wertschätzung, Empathie und Kongruenz löst.

Ich bin ebenso der Überzeugung, dass jeder für seine eigene Gesundheit verantwortlich ist und die Psyche eine weit größere Rolle spielt, als in dieser Gesellschaft gerade konstatiert wird. Aus einer medizinisch geprägten Familie kommend habe ich immer alle Impfungen bekommen, Kopfschmerz- und Fiebertabletten bekommen... Bis ich als Therapeutin impfgeschädigte Kinder behandelt habe. Und begann, die Impfsolls anzuzweifeln. Ich habe danach immer den Weg gewählt u hinterfragen: Und zwar nicht nur da, was von Außen kam, sondern vor allen meine Anteile in mir. Dem bin ich treu geblieben. Das Einzige, was für mich zählt ist die Wahrheit. Neben den für mich selbstverständlichen menschlichen Werten, die in jedem gereiften Menschen wohl keiner Gesetze bedürfen. Geschweige denn einseitiger Betrachtungen. Aus diesem Grunde habe ich hier immer wieder Hintergründe, unbekannte Tatsachen und Aufklärung gepostet. Mit wenig Erfolg.

Offenbar sind wir nicht rational denkend, sondern reine Gefühlswesen. Mit vielleicht aktuell der großen Herausforderung, einen neuen Umgang mit den eigenen beängstigenden Gefühlen zu finden, als diese zu verleugnen, zu projizieren, zu rationalisieren, zu verschieben, zu emotionalisieren etc.

Unsere gesellschaftliche Herausforderung besteht offenbar gerade darin, die scheinbaren Widersprüche und Meinungen zu erlauben und in den Dialog zu treten, unserem innewohnenden Gefühl , unserer Intuition zu vertrauen und unterscheiden zu lernen, wo diese fließt und wo sie überlagert von Konditionen vernebelt ist,

ich sehe keine bösen Menschen, ich sehe nur ungute Konitionierungen.

Vielleicht können wir uns in diesem Weg gegenseitig begleiten, zuhören und authentisch sein. Der Ursprung vieler Gedanken liegt in Angst und Sorge. Und aus Angst sollte man niemals handeln, das haben wohl schon viele in harter Weise lernen müssen. Die Fluchtimpulse in uns, die Kampfimpulse in uns und das Erstarren angesichts einer (drohenden) Gefahr sind mannigfaltig. In diesen Momenten sind wir der Manipulation, Kontrolle und dem Missbrauch durch andere (weniger) Erfahrene fast schutzlos ausgesetzt. Die Gefahr, Empfehlungen , die uns nicht gut tun, Anordnungen, die der Menschlichkeit nicht entsprechen oder uns schädigen oder Profitgier und Machtgier unbewusst zu erlauben sind dann besonders groß. Wir können nur wachsen und dazu lernen, Fehler erlauben und andere stoppen, wenn etwas unrecht ist. Das kann Gesellschaft tun.

Nur als Randbemerkung: Die Philogenese entspricht laut gängiger Meinungen der Ontogenese. Sprich die gesellschaftliche Entwicklung hat Stadien. Wenn man davon ausgehen würde, wäre unsere Gesellschaft in einem sehr frühen, unreifen Stadium stecken geblieben oder zurück gefallen aus Angst, je nach Sichtweise.

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to be continued

www.villaofwonderment.com

diese Webseite ist sozusagen „under construction“, da einiges so nicht mehr passt. Sie entstand, da es für meine Berufsgruppe ein „Werbeverbot“ gibt, so wie für Ärzte auch, dass eine konkrete Meinung jenseits des wissenschaftlichen (hermeneutischen oder statistischen Arbeitens) als Psychotherapeut verbietet. Ich bin durchaus dem wissenschaftlichen stetigem Fragen und Abwägen verbunden und habe das in meinem ersten Buch praktiziert. Ich finde es aber für einen Blog, der leserlich für Alle bleiben soll, schlichtweg nicht sinnvoll und daher publiziere ich auch schlicht als „Privatperson“ und mit dieser privaten, persönlichen Meinung.


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Zu Recht stehen in den Kommentaren Zweifel und Fragen. Meine Stute kam vor etwa 8 Jahren zu mir, quasi aus Versehen und hat während dieser ganzen Zeit mich massiv in meiner Entwicklung unterstützt. Sc